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Im Auftrag für den Otter: weitere Passierhilfen für den Wassermarder geplant

Am 25.09.2017

Die Fischotterexpertin Sabine Stolzenberg von der Deutschen Umwelthilfe e.V. untersucht ein im Jahr 1936 erbautes Wehr am Großen Schleusengraben bei Fehrbellin in Brandenburg. Autos und LKWs bahnen sich mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde den Weg über den Fluss – eine höchst gefährliche Szenerie für den quirligen Otter.

„An der Stelle wurden schon über 20 Totfunde von Ottern und Bibern verzeichnet“, so Stolzenberg. Die Fischotterexpertin analysiert daher deutschlandweit Bauwerke wie dieses und versucht deren Umbau anzustoßen, um Otter vor dem Verkehrstod zu schützen.

© Sabine Stolzenberg

Orte, wie den in Brandenburg, gibt es in ganz Deutschland durch das enge Verkehrsnetz in Mengen. Der Straßenverkehr ist immer noch die Hauptgefahr für den gefährdeten Wasserliebhaber. Viele Brückenbauwerke sind für heimische Tierarten leider noch zu selten durchgängig gestaltet. Ohne Uferstreifen unter der Brücke verlässt der Fischotter häufig das Wasser und überquert die Straße. Wissenschaftler/innen vermuten, dass er an den auffälligen Bauwerken markieren möchte, um so als Einzelgänger Informationen an seine Artgenossen zu übermitteln und sein Revier abzustecken. Um Otterleben zu retten, baut die Deutsche Umwelthilfe befestigte Laufstege, sogenannte Bermen, unter Brücken. Der Otter kann darunter hindurch laufen, ohne stark befahrene Straßen überqueren zu müssen.

Für das Krombacher Artenschutz-Projekt hat die Deutsche Umwelthilfe bereits in 13 Bundesländern Kontakt mit Wasser-, Umwelt- und Straßenverkehrsbehörde aufgenommen, um den Umbau fischottergerechter Brücken zu initiieren. Bei Neubauten sollen die Entscheidungsträger schon im Planungsprozess an die Durchgängigkeit für den Otter denken. Das erspart nachträgliche Umbauten. Dabei ergaben sich schon Synergien, die ohne die Beratung der Deutschen Umwelthilfe nicht zustande gekommen wären. So wird zurzeit geprüft, ob über Landesgrenzen Niedersachsens und Sachsen-Anhalts hinaus die Leitzäunung an einer gefährlichen Brücke verlängert wird. Die Kartierung von bereits über 1000 Brückenbauwerken in Thüringen trug zudem dazu bei, dass die Durchgängigkeit an vielen Flüssen verbessert werden konnte, in dem Stürze und überflüssige Barrieren in Gewässern entfernt wurden.

© Katinka Sauer

Weitere Erfolgsmeldungen sind zu verzeichnen: Kartierungen bewiesen, dass die umgebaute Brücke in Gera/Ostthüringen, von Fischottern genutzt wird. Die Deutsche Umwelthilfe hat die Brücke im letzten Winter umgebaut. Die Fischotterexpertinnen Sabine Stolzenberg und Maria Schmalz vom Büro FLUSS entdeckten auf der Berme Kot und Pfotenabdrücke des scheuen und dämmerungsaktiven Tieres.

© Maria Schmalz

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